Die kleine Trommel
Die kleine Trommel, Rührtrommel, Marschtrommel, Schnarrtrommel, bzw. Snare oder Snare drum ist eine beidseitig mit Fell bespannte Trommel mit Schnarrsaiten am Resonanzfell.
Materialien und Abmessungen
Der Korpus der kleinen Trommel besteht aus (meist Stahl oder Messing) oder kreuzverleimtem, selten auch massivem . Der Durchmesser variiert meist von 10 bis 15 ; die klassische Standard-Snare-drum hat einen Durchmesser von 14 Zoll, und misst 5, 5,5, oder 6,5 Zoll in der Tiefe. Wird die Trommel flacher oder besitzt sie weniger Durchmesser, tendiert sie zu einem schärferem und kürzerem Klang. Diese werden meist Piccolo-Snares genannt. Die Felle werden straff aufgespannt mittels meist gezogenen, bei teureren Modellen auch gegossenen Metall- oder selten auch Holzspannreifen und 8 bis 12 Stimmschrauben, bei sehr alten Modellen mit Spannriemen.
Auch sind häufiger ungewöhnlichere Abmessungen anzutreffen, z.B. 13 mal 7 Zoll oder 15 mal 4 Zoll. Große Rührtrommeln, wie sie gelegentlich im Orchester Verwendung finden, erreichen sogar Maße von 16 mal 16 Zoll.
Der Snare-Teppich
Den für diese Trommel typischen Schnarr-Effekt liefert ein am Resonanzfell anliegender "Teppich" aus 8-30 nebeneinander liegenden Metall-Spiralen; früher war dieser aus Darmsaiten (den Snares oder Schnarrsaiten). Der Teppich ruht dabei im Snare-Bett (Snare bed) – einer wenige Millimeter tiefen und mehrere Zentimeter breiten, diametral gegenüberliegenden Absenkung im Kesselgrat – und wird beim Anschlagen zum Mitschwingen und damit zum Mitrascheln angeregt, dadurch, dass das üblicherweise sehr dünne und daher sehr sensibele Resonanzfell die Schwingungen des Schlagfells überträgt. Über eine Abhebe-Mechanik lässt sich der Teppich vom Resonanzfell gänzlich lösen oder im Anpressdruck justieren. Straffes Spannen mindert das Sustain und führt zu einem scharfen, trockenen bis „toten” Klang.
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Die große Trommel
Die große Trommel (Englisch: Bass drum) ist ein Schlaginstrument, das es in verschiedenen Varianten gibt. Sie gelangte im 18. Jahrhundert über die türkische Janitscharenmusik nach Europa.
In Blasmusik-Kapellen wird die große Trommel mit Schultergurten vor der Brust getragen. Zur Gewichtsersparnis werden große Trommeln für Marschkapellen meistens eigens aus dünnerem Holz hergestellt als Orchestertrommeln.
Akustische Eigenschaften
Eine große Trommel hat einen Frequenzgang mit extrem tiefer Grundfrequenz (etwa 100 Hz) und mit einem kaum über 5 kHz hinausreichenden Obertonspektrum bei maximalem Schalldruck. Ihr Klang wird bei vielen Musikstilen als Grundgerüst des Rhythmus eingesetzt. Besonders tragend ist ihre Rolle in der modernen Tanzmusik und im Techno, wobei hier der Klang meistens elektronisch mit Samplern oder Drumcomputern erzeugt wird.
Aufbau
Die Spannreifen an höherwertigen Bassdrums sind in der Regel aus Holz und werden mit zehn bis zwölf Stimmschrauben befestigt. Das Resonanzfell hat oftmals ein Loch, was eine Mikrofonierung im Inneren des Kessels erlaubt. Hierbei nimmt man allerdings einen nicht zu vernachlässigenden Verlust an Schalldruck und somit auch Resonanz in Kauf, was dazu führt, dass die Trommel weit weniger prägnant und "knackig" klingt.
Mit Kissen oder speziellen Dämpfungsringen kann ein mitunter als störend empfundenes Nachschwingen bedämpft werden. Die Trommel steht auf Füßen, deren Metallspitzen oder Gummifüße ein Wegrutschen verhindern. Die Felle sind heutzutage nahezu ausschließlich aus ein- oder doppellagiger Kunststofffolie, die Kessel aus 6- bis 10-fach kreuzverleimtem Holz (oft Ahorn oder Birke, aber auch andere Hölzer). |

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Die Becken
Als Becken, engl. Cymbals, ital. Cinelli oder Piatti, franz. Cymbales, bezeichnet man leicht konvexe, meist aus Bronzelegierungen bestehende Scheiben, die entweder paarweise gegeneinander geschlagen oder, auf einem Ständer montiert, mit Holz- oder Garnschlägeln angeschlagen werden. Im modernen Schlagzeug sind die Becken auf Ständer montiert und werden mit Stöcken angeschlagen. Je nach Verwendung und Spielweise teilt man sie in in verschiedene Typen ein. Sie erzeugen einen zischenden, obertonreichen Klang mit langem Sustain, jedoch ohne bestimmte Tonhöhe. Der Durchmesser von Orchesterbecken schwankt – je nach gefordertem Klangvolumen – zwischen 40 und 60 cm.
Geschichte und Verwendung
Becken sind seit uralten Zeiten bekannt, und ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Asien. Das Kaiserreich China und die Türkei haben hierbei den größten Einfluss auf die Entwicklung ausgeübt. Mit der Janitscharenmusik gelangten die Becken letztendlich im Laufe des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa, wo sie Eingang in die Militärorchester und später auch in die Sinfonieorchester fanden. In der Militärmusik spielen sie eine wichtige Rolle und markieren gemeinsam mit der großen Trommel die Grundschläge.
Neuentwicklungen sind auch „O-Zone“-Becken (Becken mit großen, eingestanzten Löchern) oder auch die achteckigen „Rocktagon“ Crashbecken. Sowohl das „O-Zone“ als auch das „Rocktagon“-Becken sind bei Sabian erschienen.
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Die Lyra
Die Lyra, oder das Glockenspiel, ist das Melodieinstrument der Marschkapellen und ähnelt in seiner Form der griechischen Lyra, besitzt jedoch statt senkrechten Saiten waagerechte Klangstäbe aus Metall, die mit einem Hartgummi-, Holz- oder Kunststoff-Schlägel gespielt werden. Es existieren diatonische und chromatische Lyras mit einem Tonumfang von anderthalb bis zwei Oktaven. Ihre hohe Stimmung ist sehr durchsetzungsstark und wirkt im Zusammenklang mit Piccoloflöten besonders strahlend. |